Zum Inhalt springen
02586 / 8465 info@estrich-aman.de Tich 25 / 48361 Beelen Mo–Do 8–17 · Fr 8–15 Uhr
Angebot anfragen

Technische Hinweise

Die Angaben, nach denen auf der Baustelle gefragt wird: Aufheizen, Trocknen, Messen. Alles nach DIN 18560, alles aus der Praxis unserer eigenen Baustellen.

Funktionsheizen

Aufheizprotokoll für Zementheizestrich

  1. Tag 1 – Start bei 25 °CFrühestens 21 Tage nach dem Einbringen. Vorlauftemperatur 25 °C, drei Tage konstant halten. Nicht früher beginnen, sonst reißt der Estrich.
  2. Tag 4 – MaximaltemperaturVorlauf auf die maximale Auslegungstemperatur anheben, höchstens 55 °C. Diese Temperatur vier Tage konstant halten, Tag und Nacht.
  3. Tag 8 – AbkühlenIn Schritten von 10 °C je Tag zurückfahren, bis die Anlage wieder auf Normalbetrieb läuft.
  4. Protokoll führenDatum, Vorlauftemperatur und Raumtemperatur je Tag festhalten und unterschreiben. Ohne dieses Protokoll übernimmt kein Bodenleger die Gewährleistung.
  5. Belegreife messenNach dem Abkühlen CM-Messung durchführen. Erst wenn der Wert unter dem Grenzwert liegt, darf belegt werden.

Grenzwerte für die Belegreife

Estrichohne Fußbodenheizungmit Fußbodenheizung
Zementestrich (CT)2,0 CM-%1,8 CM-%
Calciumsulfatestrich (CA/CAF)0,5 CM-%0,3 CM-%

Warum die Folienprobe nicht reicht

Eine dicht aufgeklebte Folie von 50 × 50 cm zeigt nach 24 Stunden, ob noch Feuchtigkeit aufsteigt. Das ist ein brauchbarer Zwischenstand, aber kein Nachweis. Verbindlich ist allein die Calciumcarbid-Messung: Material aus dem Kern entnehmen, mit Calciumcarbid zur Reaktion bringen, Restfeuchte über den Gasdruck bestimmen. Nur dieses Verfahren ist in DIN 18560 vorgesehen und nur es hält vor Gericht.

Häufige Fragen

Fragen aus der Praxis

Wann darf mit dem Aufheizen begonnen werden?

Bei Zementestrich frühestens 21 Tage nach dem Einbringen, bei Calciumsulfatestrich frühestens nach 7 Tagen. Früher aufgeheizt reißt der Estrich, und der Riss läuft später durch jeden Belag.

Ist Funktionsheizen dasselbe wie Belegreifheizen?

Nein. Das Funktionsheizen weist nach, dass die Heizung funktioniert und der Estrich das Aufheizen unbeschadet übersteht – das machen wir. Das Belegreifheizen dient allein dem Austrocknen und ist eine gesonderte Leistung, die meist der Bauherr beauftragt.

Wie viele Messstellen braucht es?

In der Regel eine Messstelle je Heizkreis, mindestens aber drei je Wohnung. Die Stellen werden beim Einbringen markiert, damit später niemand in eine Heizschlange bohrt.

Wie schließen wir Risse?

Der Riss wird quer aufgeschnitten, mit Gießharz verfüllt und mit Stahlklammern verspannt. Danach ist die Stelle wieder kraftschlüssig und kann überschliffen werden.

Boden geplant? Wir rechnen Ihnen das durch.

Anfrage mit Fläche und Aufbau – Sie bekommen eine belastbare Auskunft, keinen Katalog.

Angebot anfragen