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Historischer Terrazzoboden halb aufgearbeitet

Terrazzo restaurieren

Ein Terrazzo aus den Dreißigern ist meist besser als alles, was heute darüber gelegt würde. Er ist nicht kaputt, er ist stumpf. Und das lässt sich beheben.

Warum Herausreißen fast immer der teurere Weg ist

Unter dem alten Terrazzo liegt in der Regel kein moderner Aufbau. Wer ihn entfernt, entfernt auch den Untergrund und steht vor einem Neuaufbau mit Dämmung, Estrich und Belag – dazu Container, Staub und Wochen Bauzeit.

Das Aufarbeiten kostet einen Bruchteil davon. Und am Ende liegt ein Boden, den es so nicht mehr zu kaufen gibt: Körnungen und Gesteinsarten aus der Zeit, in Handarbeit gelegt.

In denkmalgeschützten Gebäuden ist das ohnehin oft die einzige zulässige Lösung. Wir arbeiten in Abstimmung mit der Denkmalbehörde.

Ablauf

Ablauf einer Restaurierung

  1. Zustand aufnehmenWir prüfen Hohlstellen, Risse, Fehlstellen und den Aufbau. Daraus ergibt sich, ob geschliffen, ergänzt oder abschnittsweise erneuert wird.
  2. Muster nachstellenAus einer entnommenen Probe stellen wir Körnung und Farbe nach. Ohne diesen Schritt sieht jede Ergänzung später wie ein Flicken aus.
  3. Risse schließenRisse werden quer aufgeschnitten, mit Gießharz verfüllt und verklammert. Danach ist die Stelle wieder kraftschlüssig.
  4. Fehlstellen ergänzenAusbrüche werden mit der nachgestellten Mischung geschlossen und mitgeschliffen, bis der Übergang verschwindet.
  5. Schleifen und polierenGrobschliff, Zwischenschliff, Feinschliff. Dabei kommt die alte Körnung wieder zum Vorschein.
  6. ImprägnierenZum Schluss imprägniert, damit der Boden Flecken abweist und die nächsten Jahrzehnte übersteht.
Häufige Fragen

Fragen zur Restaurierung

Lohnt sich das bei starken Schäden?

Meistens ja. Selbst Böden mit vielen Ausbrüchen lassen sich ergänzen. Die Grenze liegt dort, wo der Untergrund selbst nicht mehr trägt – dann hilft nur Neuaufbau.

Wie staubig wird das?

Wir schleifen mit Absaugung. Ganz ohne Staub geht es nicht, aber die Räume bleiben nutzbar und die Nachbarschaft merkt wenig davon.

Können fehlende Muster ergänzt werden?

Ja. Friese, Bänder und Ornamente lassen sich nachlegen. Wenn Reste vorhanden sind, nehmen wir sie als Vorlage, sonst arbeiten wir nach historischen Abbildungen.

Wie lange dauert es?

Für ein normales Treppenhaus rechnen Sie mit einer Woche, für größere Flächen entsprechend länger. Zwischen den Arbeitsgängen liegen Trocknungszeiten, die sich nicht verkürzen lassen.

Boden geplant? Wir rechnen Ihnen das durch.

Anfrage mit Fläche und Aufbau – Sie bekommen eine belastbare Auskunft, keinen Katalog.

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